Klimakterium - ein quälender Lebensabschnitt? Muss das sein?

Dr. Susann Kräftner

Ist das Klimakterium der schmerzhaft spürbare Sprung ins Alter, das sich sonst so sanft heranschleicht und mit der Geburt, so absurd dies klingt, bereits beginnt? Viel wird in unserer vom Wohlstand geprägten Hemisphäre über das Altern geforscht und philosophiert.
Medizinisch-technische Möglichkeiten und Jugendwahn treiben ihre Blüten. Institute und Jungbrunnen sprießen aus der Erde, die eine Vielzahl an Verjüngungskonzepten unterschiedlichster geografischer und wissenschaftlicher Herkunft anbieten. Für viele Frauen ist der Beginn der Menopause nicht gerade angenehmer Lebensabschnitt. Die Jugend geht spürbar schmerzlich verloren und zudem begleiten einen oft jahrelang lästige Symptome. Man weiss zwar, warum diese einen quälen, aber das Wissen darum, erleichtert oft nicht sie zu ertragen. Viele Frauen sind händeringend auf der Suche nach einer (Er)lösung oder zumindest Erleichterung. Vor allem seitdem die Hormonersatztherapie in ein zweifelhaftes Licht gerückt ist, werden alternative Therapeutika gesucht. Mit Biestmilch(Colostrum), der Erstmilch von der Kuh, gibt es eine Substanz, die Erstaunliches zu bewirken vermag. Depressionen verschwinden, Wallungen lassen nach… Biestmilch ist ein altes Naturheilmittel und Immuntherapeutikum, dass völlig unbedenklich genommen werden kann. Aber dazu später Näheres. Zunächst möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick geben, warum Biestmilch (Colostrum) bei klimakterischen Beschwerden helfen kann.

Klimakterium verschärft die Entzündungsdrift

Die Häufigkeit vieler Erkrankungen nimmt bei Frauen über 45 stark zu. Dazu gehören Tumoren, Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch eine Auswahl an Autoimmunerkrankungen. Ein Beispiel: bis zum 60. Lebensjahr erlebt nur eine unter 17 Frauen (Männer 1:5) eine Herzattacke aufgrund koronarer Gefäßveränderungen, nach dem 60. Lebensjahr sind koronare Herzkrankheiten die primäre Todesursache bei Frauen (Studienergebnisse aus USA). Östrogene werden nicht nur im Eierstock produziert und freigesetzt, sondern auch von Immunzellen, von den Knochen auf- und abbauenden Zellen, Endothelzellen, glatten Muskelzellen und dem Gehirn. In bestimmten Hirnarealen, die für Gedächtnis, Wahrnehmung und Bewegungsaktivität von Bedeutung sind, wurden Östrogene nachgewiesen, aber auch Fettzellen synthetisieren Östrogene. Wenn das Klimakterium beginnt, dann befindet sich der Körper bereits in einer entzündlichen Grundstimmung. Denn der Alterungsprozess hat längst begonnen. Das Ausmaß des Entzündungsprozesses hängt natürlich maßgeblich von der Lebensführung jedes einzelnen ab: davon wie viel Bewegung man gemacht hat – denn moderate körperliche Bewegung beugt dem Prozess vor; welche Erkrankungen man durchmachen musste – chronische Infektionen und andere chronische Entzündungen fördern das Geschehen. Auf diesen Grundzustand pfropft sich sozusagen noch das Östrogendefizit auf. Deshalb werden sich Prozesse wie eine bereits bestehende Atherosklerose oder Osteoporose verschlimmern, eine Autoimmunerkrankung, ein Tumor oder Depressionen werden ausgelöst. Alle diese Phänomene sind auf das komplexe Zusammenspiel aller Ebenen zwischen Hypothalamus, Hypohyse, Nebennieren und Geschlechtsorganen zurückzuführen und noch weit davon entfernt, von uns verstanden zu werden. Jedenfalls scheint sich dennoch eines aus den verschiedenen Forschungsarbeiten sehr deutlich herauszuschälen, dass Immunsystemfehlregulationen, die schon vor dem Klimakterium zum Zustand einer chronisch-systemisch niedrigschwelligen Entzündung geführt haben, den Pendelschlag in Richtung Entzündung mit den vielen negativen Auswirkungen auf Gefäße, Knochen und Hirnleistung verstärken.

Biestmilch (Colostrum) lindert klimakterische Beschwerden

So gehört auch das Klimakterium zu den Phänomenen, die durch veränderte Interaktionen zwischen Hormonen, Immunsystem und Nervensystem beruhen. Seine Symptome sind teilweise eine indirekte Folge des absinkenden Östrogenspiegels und der ansteigenden proinflammatorischen Zytokine. So kommt es durch Systemregulationsstörungen im Bereich des Hypothalamus und der Hypophyse und deren Verbindungen zu speziellen Hirnarealen zu Temperaturregualtionsstörungen, Depressionen, Konzentrationschwäche, eingeschränkter Wachsamkeit, Müdigkeit oder Abnahme der Gedächtnisleistung etc.. Der Körper befindet sich auch im Zustand des Wohlbefindens in einem eher entzündlichen Zustand. Unsere Befindlichkeit pendelt somit zwischen unterschiedlich stark ausgeprägten Entzündungszuständen. Im Klimakterium ist Feinabstimmung zwischen Hormonen, dem Immunsystem und Nervensystem beeinträchtigt. So vielgestaltig die Interaktionsmuster zwischen diesen sind, so unterschiedlich fallen auch die Symptomausprägungen aus. Das heisst, dass die Symptome von Frau zu Frau sehr variieren können und ganz unterschiedlich stark erlebt werden. Nach dem Gesagten genügt es eigentlich an dieser Stelle anzumerken, dass «Biestmilch die Immunaktivität moduliert und Entzündungsprozesse dämpft», um nachvollziehen zu können, weshalb Biestmilch(Colostrum) im Klimakterium ebenso erfolgreich eingesetzt wird, wie in der Anti-Aging-Behandlung und bei der Behandlung von Immunfehlregulationen. Zudem wird deutlich, wie sinnvoll es sein kann, das Immunsystem schon dann zu unterstützen, wenn die chronisch-systemische niedrigschwellige Entzündung noch nicht oder kaum ausgeprägt ist. Das heißt auf einen einfachen Nenner gebracht letztlich nichts anderes als dem Altern vorzubeugen, und dies heißt wiederum nichts anderes als Krankheiten vorzubeugen.

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