Zu hohes Cholesterin - ein alltägliches Problem
Vergebliche Versuche durch Ernährungsumstellung Cholesterin zu senken (Dr. B. Ost)
Wer kennt nicht den typischen Fall einer Hypercholesterinämie, die nicht vor dem Einsatz von Lipidsenkern mit dem guten und häufig erfolglosen Rat einer cholesterinarmen Kost versehen wird. Wenn dann die Cholestrinwerte mit einer Ernährungsumstellung nicht oder nicht ausreichend genug gesenkt werden können, kommt zwangsläufig die Erklärung der genetisch bedingten Disposition und scheinbar folgerichtig der Einsatz von Lipidsenkern mit z. T. beachtlichem Nebenwirkungs- und Risikopotential.
Zu beachten ist bei allen Therapieüberlegungen, dass nur etwa 10% des Cholesterins im Blut durch die Nahrung bedingt ist. Etwa 90 % des Gesamtcholesterins produziert die Leber selbst.
Cholesterin wird zum Zellaufbau benötigt. Überschüssiges Cholesterin wird via Verdauungstrakt entsorgt. Dabei wird Cholesterin an Ballaststoffe gebunden. Hier aber müssen wir zwischen gelösten und ungelösten Ballaststoffen unterscheiden. Gerade die Anwesenheit von gelösten Ballaststoffen im Darm ermöglicht eine hohe Ausscheidungsrate an überschüssigem Cholesterin. Ansonsten wird das Cholesterin im Dünndarm rückresorbiert und bewirkt einen hohen Cholesteringehalt im Blut.
Den physiologisch besten löslichen Ballaststoff stellt Apfelpektin dar.
In Pulverform ist er den Hausfrauen als Tortengeliermittel bekannt, aber in dieser Form wegen seines leimartigen Verhaltens mit Flüssigkeit zur oralen Einnahme nicht praktikabel.
Es gibt inzwischen einige galenische Zubereitungen in Kapselform oder als Tabletten in Apotheken und Bioläden. Eine schnelle Wirkung wie bei Lipidsenkern ist hier allerdings nicht zu erwarten.
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