Orthomolekulare Darmsanierung - Teil II

Peter Hans Volkmann
Orthomolekulare Darmsanierung – ODS: Ohne Diät in zwei weiteren Schritten zu einem gesunden Darm – Teil II
„Heute haben alle Pilze im Darm. Das ist völlig normal!“ Diesen Satz haben Sie sicherlich schon öfter gehört, wenn Sie Therapeuten fragten, was man denn bei immer wieder auftretenden Darmstörungen tun könne. Normal ist heute, was fast alle haben. Wenn wir erst eine große Mehrheit an Allergikern haben, wird vielleicht auch die Allergie keine Krankheit mehr sein. Bisher haben wir erst etwa 40% Allergiker in der Bevölkerung, mit weiter steigender Tendenz. Tatsäch-lich normal ist eine Allergierate von ca. 5%, die wir heute allerdings nur noch in Gegenden dieser Welt finden, in denen die Errungenschaften moderner Ernährung noch kaum anzutreffen sind – wie die Darmpilze.
25 kg Nahrungsmittelchemikalien ißt der Durchschnittsdeutsche pro Jahr!
Das können Sie sich nicht vorstellen? Woher sollten diese vielen Chemikalien denn kommen? Ob konventioneller Käse aus Holland, ob diverse moderne aromatisierte Getränke oder auch fettre-duzierte Nahrungsmittel – allen diesen Produkten ist eine hohe Chemikalienbelastung gemein-sam. Diese Nahrungsmittelchemikalien führen unter anderem dazu, daß wir zunehmende chroni-sche Erkrankungen wie die Allergien, die Neurodermitis, hormonelle Störungen bis zur Un-fruchtbarkeit oder chronische Schmerzsyndrome wie Fibromyalgie, aber auch MCS oder CFS – chronische Müdigkeitssyndrome bei immer mehr Patienten antreffen.
Wenn Sie sich nicht ausschließlich aus ökologischen Nahrungsmitteln in frischer Form ernähren, dann sollten Sie sich die Inhaltsangaben Ihrer Einkäufe einmal genauer ansehen. Neben verschie-denen Farben, Aromastoffen, Verdickungsmitteln, Geschmacksverstärkern, Bleichungsmitteln oder Emulgatoren finden Sie Konservierungsstoffe in großer Zahl. Diesen sogenannten E-Stoffen, d. h. Nahrungsmittel-Chemikalien, ist gemeinsam, daß sie alle mehr oder weniger die Entgiftungsmöglichkeiten des Körpers belasten oder z.T. überfordern. Weiterhin zeichnen sich viele dieser Substanzen durch eine bekannt hohe Allergisierungsrate aus. Für einige ist bekannt, daß sie die Leber langfristig kaputt machen oder daß sie Krebs auslösen können. Bei den Kon-servierungsstoffen kommt hinzu, daß sie nicht nur außerhalb des Körpers, sondern auch im Darm ihre Antibiotika vergleichbaren Eigenschaften entwickeln. Dabei blockieren sie bei emp-findlichen Bakterien bestimmte Schritte des Stoffwechsels, so daß diese Bakterien sich nicht mehr vermehren oder nicht überleben können. Eine Symbiose im Darm wird so schrittweise zerstört. Auch wo häufig Antibiotika eingesetzt werden, wachsen vermehrt Pilze. Die Pilze wie z.B. Can-dida geben an den Darm ihre Stoffwechselschlacken ab, die für andere dysbiotische Keime, d.h. für den Menschen belastende Darmkeime, eine gute Nahrungsgrundlage sind.
Orthomolekulare Darmsanierung 1 – ODS 1 – für den Dünndarm
Heute stelle ich Ihnen im Rahmen der Göttinger Wohlfühlstudie nach der Basis mit dem Wohl-fühlpaket den ersten Schritt der orthomolekularen Dünndarmpflege vor. Wer z.B. immer wieder Fußpilz hat, wer eine Parodontose an einem Zahn oder Nagelpilz an einem einzigen Fußnagel hat, der hat regelmäßig auch Störungen in der Besiedelung seines Darmes z.B. mit Pilzen. Aus den Erfahrungen mit chronisch Kranken hat sich im Laufe der Jahre die folgende Behandlungs-kombination zur Darmpflege mit den folgenden Substanzen als besonders erfolgreich erwiesen:
Schwarzkümmelöl mit hauptsächlich Omega-6-Fettsäuren, 3-SymBiose mit lebensfähigen Lacto-bazillen, Bifidobakterien, B-Vitaminen und Vitamin D3, Zink und Silicea sowie wieder Magnesium-Calcium als Kombination auch zur Entsäuerung.
Das nebenstehende Diagramm zeigt das Befinden hinsichtlich bestimmter Eigenschaften wäh-rend der Pilotstudie zur orthomolekularen Darmpflege. Alle Teilnehmer waren nach ihrer Selbsteinschätzung und gemäß Laboruntersuchungen völlig gesund und hatten keinerlei gesundheitliche Probleme. Trotzdem ergaben sich aus den psychologischen Befragungen verschiedene Störungen im Befinden bzw. undefinierbare Beschwerden, die bei Kontrollbefragungen nach dem Wohlfühlpaket und nach der ODS 1 deutlich zurückgingen.
Auf dem obigen Diagramm zu sehen ist die Zunahme der Aktivität, der sofortige Rückgang der „Desaktivität“ oder besser der Trägheit, der Rückgang der Müdigkeit, der Deprimiertheit sowie der Verträumtheit. Die Stimmung hat sich innerhalb von nur acht Wochen unter den hier einge-setzten Orthomolekularia auf das mögliche Maximum verbessert. Die Stimmungseigenschaften sollten jedoch nicht als Krankheiten wie z.B. Depression verstanden werden, die medizinisch anders zu definieren wäre.
Dieses Diagramm bestätigt einmal mehr die Devise unserer Praxis: Gesundheit ist mehr als feh-lender Schmerz – Gesundheit ist Lebensfreude!
In der nächsten Ausgabe erläutere ich Ihnen die ODS 2 mit der Darmpflege bis in den Dickdarm hinein. Was wir dabei eingesetzt haben, lesen Sie in der nächsten Ausgabe.
P.-H.Volkmann
Arzt – Naturheilverfahren
Allgemein- und Sportmedizin
www.naturheilkunde-volkmann.de
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