Verschiedene Einflussmöglichkeiten auf den Säure-Basen-Haushalt
Dr. Bodo Köhler
Spätestens seit der 4-polige Lüscher-Würfel, das universelle Ordnungssystem der LEBENSKONFORMEN MEDIZIN Einzug in die Praxis gehalten hat, zeigte sich die Zusammengehörigkeit des Säuren/Basen-Haushaltes zum Zellstoffwechsel in Form der „Drehscheibe des Lebens“. Das Besondere ist dabei die Elektrodynamik beider Systeme. Diese können dadurch sofort im Sinne von Anpassungsvorgängen auf jede Änderung des Redoxpotentials reagieren, und zwar immer gemeinsam.
Unter diesem Aspekt sind die steuernden Hormone des Zellstoffwechsels ebenso von Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des Organismus – weil sie den Elektronenaustausch regeln – wie die Protonen des Säuren/Basen-Haushaltes. Beide Systeme können nur in ihrer Dynamik verstanden werden. Solange sie in der Lage sind, möglichst rasch auf innere oder äußere Zustandsänderungen zu reagieren, bleiben wir gesund. Krankheit zeigt immer an, dass die Regulation blockiert ist. Heilung setzt die Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit voraus.
Es ist deshalb keinesfalls richtig, durch verschiedene Maßnahmen, bis hin zur Ernährung, den Organismus im alkalischen Milieu zu halten. Hier finden zwar Regenerationsvorgänge statt, aber auch jede Art von Entzündung, was bekanntermaßen nicht immer gewünscht ist. Außerdem macht alkalisch müde, was nachts günstig ist, keinesfalls jedoch an einem arbeitsreichen Tag. Das entscheidende Kriterium für Gesundheit ist deshalb nicht ein bestimmter Zustand, also entweder basisch oder sauer, sondern die Fähigkeit zur Gegenregulation, ganz gleich in welche Richtung, aber entsprechend contrapolar gegenüber dem Reiz.
Diese Fähigkeit ist bei einer chronischen Erkrankung verloren gegangen. Das primäre Augenmerk muss deshalb der Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit gelten.
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