Auch mal an Kryptopyrrolurie denken!

(Dr. B. Ost)


Bei vielen chronischen und therapieresistenten Krankheiten und Beschwerden empfiehlt es sich auch an die wenig bekannte und dennoch recht verbreitete Stoffwechselerkrankung der Kyptopyrrolurie zu denken. Sie kommt in der Bevölkerung zu etwa 10-20 % vor (die Dunkelziffer ist sicher sehr viel höher, weil nur sehr wenige Therapeuten nach ihr forschen).


Die Kryptopyrrolurie ist eine genetisch determinierte, familiär gehäuft auftretende biochemisch-enzymatische Störung des Häm-Stoffwechsels. Obwohl sie bereits vor 40 Jahren von Carl C. Pfeiffer und Irvine ausführlich beschrieben und charakterisiert wurde, ist sie der modernen Schulmedizin kaum bekannt und wird in differenzialdiagnostische Überlegungen nahezu nie mit einbezogen.


Unter normalen Lebensbedingungen ist sie weitgehend kompensiert und dekompensiert erst unter Stresseinwirkungen wie auch unter anderen dominierenden Grunderkrankungen.

Sie manifestiert sich unter teilweise verwirrenden Symptomen und ein klassisches Zuordnungsmuster von Krankheit und Symptomen ist oft nicht möglich. Assoziiert ist sie u. a. oft beim Hyperaktivitätssyndrom von Kindern und Aufmerksamkeitsdefiziten, bei Diabetes, beim Down-Syndom und Depressionen.


Pyrrol entsteht bei jedem Menschen wenn Eiweiß abgebaut wird. Beim Stoffwechselgesunden entsteht nur sehr wenig Pyrrol, welches weiter verarbeitet wird. Pyrrol ist für die Ausscheidungsorgane giftig. Deshalb werden in der Galle 4 Pyrrolringe aneinander gelegt und diese ungiftige Verbindung wird mit dem Stuhlgang ausgeschieden.

Wenn Pyrrol jedoch in großen Mengen entsteht, kann die Galle dieses nicht mehr vollständig verarbeiten und so wird die Niere als Ausscheidungsorgan mit einbezogen. Aber auch für die Niere ist Pyrrol giftig. Um das Pyrrol zu entgiften und nierengängig zu machen, wird es an B6 und Zink gebunden. Das Vitamin B6 und das Zink holt sich der Körper aus körpereigenen Reserven. Damit leidet jemand, der eine Kryptopyrrolurie hat, erstens an einem zu hohen Pyrrolwert, wobei Pyrrole auch die Blut-Liquorschranke passieren können, – zweitens an Vitamin B6- Mangel und drittens an Zinkmangel. Jeder dieser drei Faktoren hat unterschiedliche Auswirkung auf den Körper. Deshalb ist auch die Symptomatik so vielfältig.


Es lohnt fast bei allen chronischen und therapieresistenten Erkrankungen und auch bei unerfülltem Kinderwunsch und chronisch rezidivierenden Aborten und nicht hormonabhängiger Alopecie an die Kryptopyrrolurie zu denken. Ich selber habe eine über viele Jahre persistierende Alopecia diffusa auf dem Boden eines seborrhoischen Ekzems bei einer 47-jährigen Patientin erfolgreich behandeln können, nachdem ich eine ausgeprägte Kryptopyrrolurie nachweisen könnte und entsprechend behandeln konnte.


Behandelt wurde sie mit einem Kombinationspräparat Namens Kryptosan, einer von Prof. Heufelder entwickelten Rezeptur, welche ich über die St. Martins-Apotheke in Augsburg bezogen habe.

www.stmartinsapotheke.de
Tel.: 0821 418282

info@stmartinsapotheke.de


Spezialisiert auf Untersuchung nach Kryptopyrrolen im Urin ist das Labor Sension:

Sension GmbH · Am Mittleren Moos 48 · 86167 Augsburg
Telefon : 0821 7493-173 · Fax : 0821 7493-171 · E-Mail: info@sension-gmbh.de




Druckversion

NATUM e.V. Geschäftsstelle
Frau K. Harling
Bosdorfer Straße 20
27367 Hellwege
Telefon 04264 837-4542
Telefax 04264 837-7946
E-Mail: info@natum.de
Mittwoch 14-18 Uhr