Klimakterische Beschwerden: Wirksamkeit eines homöopathischen Kombinationshomöopathikums
Gerhard I, Ventskovskiy B
(Der Kassenarzt, Sonderbeilage 15:1 4 (2006)
Zwischen April 2001 und November 2002 wurde eine GCP-konforme, multizentrische, doppelblinde, placebokontrollierte Studie zur Wirksamkeit eines homöopathischen Kombinations¬präparates* (mit den Bestandteilen Cimicifuga, Ignatia, Sanguinaria und Sepia) bei akuten klimakterischen Beschwerden durchgeführt. Rekrutiert wurden Patientinnen in sieben gynäkologischen Prüfzentren in der Ukraine, bei denen die Intensität der klimakterischen Beschwerden mindestens 20 von maximal 100 Punkten auf der Menopause Rating Scale (MRS-I) betrug. Insgesamt nahmen 233 Patientinnen zwischen 40 und 54 Jahren an der Studie teil und erhielten entweder das Prüfpräparat (n=118) oder Placebo (n=115). Der Altersdurchschnitt war in beiden Gruppen vergleichbar. Kontrolluntersuchungen fanden nach jeweils 28, 56 und 84 Tagen statt.
Die Studie zeigt, dass die typischen Wechseljahresbeschwerden mit dem homöopathischen Kombinationspräparat effektiv zu behandeln sind. In der Homöopathie-Gruppe sank der MRS-Score von initial 51,7 ± 12,2 auf 22,6 ± 15 Punkte bei der letzten Kontrolluntersuchung. In der Placebo-Gruppe lag der Score anfangs bei 50,3 ± 11,1 Punkten und betrug 40,9 ± 15,7 Punkte am Ende des Beobachtungszeitraums. Mit einer durchschnittlichen Abnahme von 29,1 ± 12,6 Punkten bei homöopathischer Behandlung und nur 9,3 ± 12,6 Punkten unter Placebo unterschieden sich die Ergebnisse in beiden Behandlungsarmen statistisch hochsignifikant (p < 0,0001). Auch anhand der Einzel¬symptome der Menopause Rating Scale sowie der Beurteilung weiterer typischer Beschwerden zeigte sich das Verum gegenüber Placebo klar überlegen. Bei über 90 % der Patientinnen bewirkte das Prüfpräparat innerhalb von 12 Wochen eine vollständige Beschwerdefreiheit oder spürbare Besserung. Die Wirkung trat bereits während der ersten Wochen ein, und über den gesamten Beobachtungszeitraum nahm die Intensität der klimakterischen Beschwerden stetig ab.
Die Verträglichkeit der homöopathischen Behandlung wurde von Patientinnen und Ärzten überwiegend mit sehr gut (38,1 %) bzw. gut (61,9 %) bewertet. Nur bei drei Patientinnen in der Homöopathie-Gruppe traten leichte unerwünschte Ereignisse auf, die in einem möglichen kausalen Zusammenhang mit der Prüfmedikation standen. Jeweils bei einer Patientin traten Kopfschmerzen, Hautausschlag bzw. ein erniedrigter Leukozytentiter auf. Auch darüber hinaus ergaben sich keine weiteren Hinweise auf ernsthafte Nebenwirkungen oder Arzneimittelrisiken.
Damit erwies sich das homöopathische Kombinationspräparat bei typischen Beschwerden des klimakterischen Syndroms gegenüber Placebo als signifikant wirksamer. Durch die 12-wöchige homöopathische Behandlung wird eine durchschnittliche Abnahme von 42 %
MRS-I Einheiten erzielt. Dies liegt im Bereich von 30–50 % MRS-I Einheiten, die mit phytotherapeutischen Präparaten und konjugierten Östrogenen erzielt werden.
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- Klimaktoplant H: Cimicifuga D2, Ignatia D3, Sanguinaria D2, Sepia D2
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